Oberzeiring 750J. Silberberg 2017

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Knappenkapelle-Oberzeiring

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Knappenkapelle Gruppenbild 2015

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Knappenkapelle Gruppenbild 2005

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Gipfelkreuz Schießeck (Lachtal) aufgestellt 1972 von der Knappenkapelle

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Knappenkapelle Gruppenbild 1979

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Neue Knappenuniform 1960

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50er

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30er

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ERWÄHNUNGSJUBILÄUM

Das goße Fest zum 750- jährigen Jubilkäum des
einzigen erhaltenen mittelalterlichen Bergwerk Europas?
youtube-16:17/Bergknappen-Aufmarsch/Reifanz/Schandmaul/Rhiannon
flickr/album/1v86
Bergwerksfest_Programm
wikipedia/Rammelsberg
wikipedia/Mittelalterliches_Bergwerk
Silberberg?


1 Haditsch Monographie
2 Karner Gegensätze
3 Silberberg Oberzeiring
4 Trimmel Holräume im Bergbau
5 Walser Bergbaugebiet

 

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Historismus – Satirismus – Satanrismus,
Geschichteschreiber Broterwerb mancher Zeitvertreiber.
Buchvorstellung
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„Knappen, Krisen, Kapital“ von

Thaller Anja, Stefan Benedik, Hiram Kümper

Silber war als Zahlungsmittel für den mittelalterlichen Handel von großer Bedeutung. Der Abbau dieses Edelmetalls machte den Bergbau in Oberzeiring im 13. und 14. Jahrhundert zu einem wichtigen Faktor in der Steiermark und darüber hinaus. Dieses Buch bietet eine neue Gesamtdarstellung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte eines der zentralen steirischen Bergbauorte. In sieben Kapiteln werden die Entstehung der Siedlung, der Höhepunkt der Abbauaktivitäten im „Zeiringer Jahrhundert“, das anschließende langsame Abklingen sowie die Versuche der Wiederbelebung detailliert vorgestellt. Angereichert mit zahlreichen Abbildungen und Quellenauszügen wird die spannende Geschichte von Bergbau, Silberhandel und Markt in Oberzeiring dargestellt.

Aktualisiert: 2017-07-24
zu 750 Jahre Silberberg Zeiring spricht am 21.7. ab 18:00 auch Hiram Kümper über sein neues von Stefan Benedik und Anja Thaller (ohne Leseprobe) herausgegebene Buch? Autor, Herausgeber und Urheber, wer ist was und wer bekam das 13.000€ Gemeinde Stipendium, denn alle 3 haben bereits ein abgeschossenes Studium?

Knappen, Krisen, Kapital: Der mittelalterliche Bergbau von Oberzeiring und seine überregionale Bedeutung (Historisches Zeiring)

23. Juli 2017

von Stefan Benedik und Thaller Anja Derzeit nicht verfügbar. https://www.amazon.de/s/?tag=&field-keywords=9783950201222

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Ein einzigartiger Bergwerksmarkt feiert ein einzigartiges Fest. 750 Jahre ist es her, dass der Landesfürst das erste Mal Einnahmen aus dem Silberbergwerk Oberzeiring verzeichnete. … Heute kann man vor Ort das einzige erhaltene mittelalterliche Bergwerk des Kontinents besichtigen. …” Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der Geschichte von mittelalterlichem Bergwerk und Bürgerschaft Oberzeiring (Marktgemeinde Pölstal, Museum Schaubergwerk Oberzeiring, Verein Historisches Zeiring), c/o Marktgemeinde Pölstal, Im Dorf 2,8763 Möderbrugg
1000 Jahre Silberort Oberzeiring. Von Ursprung und Würde, Verfall und neuer Hoffnung eines mittelalterlichen Silberbergbaues in der Steiermark. In: Der Abschnitt. Zeitschrift für Kunst und Kultur im Bergbau 9 (Essen 1957), In: 1000 Jahre Silberort Oberzeiring 1956, S. 33-39, 1Abb. [Veränderter Neudruck von Nr.89] 91 Eine „Gregoriusmesse“. Zur Motivgeschichte eines neuen steirischen Freskenfundes in Oberzeiring.Nr. 3, S. 3-11, 9 Abb. Leopold Kretzenbacher Vergleichende Volkskunde Europas S. 110 S. 23Quelle
Extreme Naturereignisse im Ostalpenraum Christian Rohr Quelle
Durch frühgeschichtliche Funde kann der Silberabbau in diesem Gebiet im oberen Pölstal schon vor 1000 v.Chr. nachgewiesen werden. Oberzeiring mit dem ehemaligen größten Silberbergwerk der Steiermark wurde 1265 urkundlich erstmals erwähnt und 1279 zum Markt erhoben”. Quelle

“Erstnennung von mons cyrich im Otakarischen Urbar (1265/67)”

750 Jahre Bergwerk und 750 Jahre Silberberg Oberzeiring Jubiläum 2007, 1000 Jahre Oberzeiring 1956?

Oberzeiring ist ein alter Silberbergwerksort. Auf den Silberabbau weisen schon viereckige Stollen aus der Keltenzeit (800-400 vor Christus) im verzweigten unterirdischen Stollensystem hin. …  Der Abbau von Silber im oberen Pölstal wird durch frühgeschichtliche Funde belegt. Es wird angenommen, dass schon in der Zeit um 1000 v. Chr. Abbauarbeiten stattfanden. Die alte römische Hauptstraße, die „Via Norica“, führte unmittelbar an der Siedlung in Unterzeiring vorbei. …Quelle

mons Berg, Gebirge [altissimus; impendens; silvestris; summus Berggipfel]; Fels, Gestein;  (berghohe) Masse [aquarum; argenti; frumenti; übtr. mali]

Die Otakare sind ein ausgestorbenes Grafengeschlecht, das vor allem im Chiemgau, im Traungau und in Karantanien bzw. in der Steiermark ansässig war.

Oberzeiring wurde namentlich erstmals als mons cyrich in einem Urbar des Landesfürsten Ottokar Přemysl aus dem Zeitraum von 1265 bis 1267 erwähnt.

Ottokar II. Přemysl oder Přemysl Ottokar II.[1], tschechisch Přemysl Otakar II. (* um 1232; † 26. August 1278 in Dürnkrut, in Niederösterreich) aus der tschechischen Dynastie der Přemysliden, war von 1253 bis 1278 König von Böhmen. Ab 1251 war er auch Herzog von Österreich, ab 1261 Herzog der Steiermark und ab 1269 Herzog von Kärnten und Krain. Damit hatte er eine für einen Přemysliden zuvor und später nie erreichte Machtfülle erlangt, was sich auch in seiner mehrfachen Bewerbung um die Krone des Heiligen Römischen Reiches zeigt.

Hiram-Kümper: “Aufbauend auf die wichtigen Vorarbeiten u.a. von Walter Brunner wird eine Monografie entstehen”.
° Ob bei dieser Aufgabe, in Zusammenarbeit mit der Geschichte Werkstatt des Vereins Historisches Zeiring und der Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der mittelalterlichen Geschichte Oberzeiring, auch die vielen gravierenden Fehler in der Brunner Gemeindechronik auch wahrgenommen werden, wird sich zeigen. Bisher wurden diesbezügliche Bemühungen von Brunner und dann von der Gemeinde abgeblockt. Sogar die Verwechslung der Kalvarienberg Kirche mit dem Berghaus Steiner wurde von allen Beteiligten übersehen!

W. Brunner vertritt die Auffassung dass der ON (Ortsname) von 1265, „mons Zyrich“, dieselbe Namensform wie Zürich in der Schweiz aufweist, …” Quelle

Im landesfürstlichen Urbar 1267/68 sind nicht nur Einnahmen aus der Grazer Münzstätte verzeichnet, sondern auch Einkünfte aus „Mons Zyrich“ = Oberzeiring. Quelle

° In verschiedenen Schriften steht mit ungleichen Jahreszahlen, 1265, 1267, 1269, 1270  der Name “Zyrich oder cyrich”, bei Ottokar uz der Gaal den glaubenswürdigsten im Vers 24365-24370 “Ziric”.

Stefan Benedik-Karner, selbst Zeithistoriker, Kulturanthropologe, Volkskundler, gebürtiger Zeiringer, Mitautor der Brunner Chrinik und Obmann des Vereins Historisches Zeiring, nahm dies zum Anlass ein 750 Jahre Jubiläum der ersten Namensnennung  von “cyrich” im Jahre 1267, im 2017 zu feiern.
…, “Folgt man den Entwicklungen im Zeitraffer, könnte man folgende Blickpunkte herausgreifen. Die 1000-Jahr-Feier 1956, die nicht Jubiläum, sondern vielmehr Gründungsfest der „Zeiringer Geschichte“ war. Mit ihr war die Erfindung und Pflege eines Knappentanzes („Schwerttanz“) und die Umwandlung der Musikkapelle in eine „Knappenkapelle“ (kombiniert mit der Einkleidung in eine „Knappenuniform“) einige Jahre später verbunden”. … Schreibt er in seinen Oberzeiringer Gegensätzen

1254 fällt die Steiermark jedoch an Ungarn. 1260 besiegt Ottokar mit Hilfe des steirischen Adels die Ungarn und ist nun Herzog von Österreich und Steiermark. Traungau und Pitten kommen zu Österreich. 1260 erstmalige Erwähnung des Silberbergwerkes in Oberzeirig”. (Im Drama „König Ottokars Glück und Ende“ beschreibt Grillparzer dieses erbitterte ringen um die Macht in Österreich und Steiermark). Quelle

Die erste urkundliche Erwähnung des „mons Zyrich“ finden wir im landesfürstlichen Urbar von ca. 1265, sie besagt außer dem Namen nur, dass der Landesfürst vom genannten „Berge“ Einkünfte besaß; 3) das Wort „Berg“ kann in dieser Gegend nur auf einen Bergbau bezogen werden”. Quelle

Der Silberbergbau auf der Zeiring ob Judenburg scheint für die Mitte des 13. Jhdts gesichert zu sein, wenn vielleicht auch schon früher dort Silber gewonnen wurde. Schriftliche Belege für eine Münztätigkeit in Zeiring finden sich erst aus dem 14. Jhdt. 1317 und 1320 wird eine „Mathe der Minczer“ erwähnt, es ist jedoch anzunehmen, dass man in Zeiring schon in der zweiten Hälfte des 13. Jhdts Münzen zu prägen begonnen hatte. Wahrscheinlich ist die Münzstätte 1267-1270 unter Ottokar II. eingerichtet worden. Das Ende der Oberzeiringer Münze dürfte dann in den 60er Jahren des 14. Jhdts gekommen sein”. Quelle

Die erste namentliche Erwähnung von Oberzeiring als mons cyrich ist 1268 in einem landesfürstlichen Urbar nachweisbar”. Quelle

Schaubergwerk Eingang

20160626“Nun befindet man sich mitten in der Umsetzung. Die Räumlichkeiten wurden erweitert, der Eingang verlegt – er liegt jetzt zentraler hinter dem Tourismusbüro in Oberzeiring in einem ehemaligen, umgebauten Stadl. Der Shop wurde bereits dort angesiedelt, die restlichen Räume harren ihrer Gestaltung – koordiniert von Natalia Frühmann, Geologin und Ausstellungsdesignerin, die anmerkt: „Das Projekt ist mir auf den Leib geschneidert!

° Hier handelt es sich lediglich nur um einen Sammelpunkt zur Kaufanregung für das Museumsgeschäft. Es gab allerdings anno dazumal im Bereich des hinteren, zugeschütteten Engele Keller einen Bergwerk Eingang.

“„Zentrales Ausstellungsstück wird ein Hund sein“, so Frühmann. Ein rund 430 Jahre altes Hundeskelett, um genau zu sein, das in den Stollen gefunden wurde. „Es wurden mehrere Hundeknochen entdeckt, die Tiere wurden damals wahrscheinlich als Lasttiere eingesetzt“, erklärt Frühmann. Das Skelett ist ein begehrtes Exponat, war unter anderem auch schon in Deutschland ausgestellt”. kleinezeitung

° In welchen unzugänglichen Teil die Knochen gefunden wurden und wer sie gefunden hat scheint unbekannt zu sein. Diese Hunde sollten geschultert Erz sogar über Steigbäume transportiert haben  –  ist Theorie.

20140824 “Professionell soll die Geschichte Oberzeirings als eines der bedeutendsten Beispiele für einen mittelalterlichen Silberort in den kommenden drei Jahren bearbeitet werden. So lange läuft ein mit 13.000 Euro dotiertes Stipendium, das 2013 von Marktgemeinde, Schaubergwerk und Verein „Historisches Zeiring“ ausgeschrieben wurde. Mit dem als Professor an der Universität in Mannheim tätigen 33jährigen Historiker und Germanisten Hiram Kümper steht der Gewinner seit einiger Zeit fest, richtig offiziell wurde die Übergabe des Stipendiums am Samstag im Oberzeiringer Handwerkshaus mit einem Festvortrag gefeiert.

Offiziell heißt es „Jubiläumsstipendium“, weil es auf die vor 750 Jahren erfolgte Erstnennung von „mons cyrich“ im Otakarischen Urbar bezug nimmt”. Quelle

„Barbarischer“ Blick von außen auf Oberzeiring

  1. Der Silbermarkt steuert auf 750 Jahre Bergwerk zu, Licht auf dunkle Flecken der Vergangenheit sind gefragt. Deutscher Historiker gewann Ausschreibung, Forschungsstipendium wird morgen verliehen.

Hiram, ein König aus dem Alten Testament. Er lieferte Zedernholz für den Tempelbau. „Aber er ließ sich das nicht bezahlen, der Idiot.“ So faxend ist ein Hiram aus dem 21. Jahrhundert unterwegs., Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Universität Mannheim. Er liefert kein Zedernholz, er liefert neues Licht auf die Vergangenheit Oberzeirings. Aber er ist kein Idiot und lässt sich das sehr wohl bezahlen.

Genug der Faxen, es geht um einen erfolgreichen Coup des Vereins Historisches Zeiring. Es geht um die Verleihung eines Stipendiums „zur Erforschung der Geschichte von Bergwerk und Bürgerschaft Oberzeiring“. Verein, Verkehrsverein und Marktgemeinde lassen sich die dreijährige Forschungstätigkeit rund 13.000 Euro kosten, Anlass ist ein besonders Jubiläum: 2017 feiert man „750 Jahre Bergwerk“.

„Wir wollen die dunklen Flecken aufarbeiten, die mit der Größe Oberzeirings zu tun haben“, erklärt Obmann Stefan Benedik-Karner, selbst Zeithistoriker, Kulturanthropologe, Volkskundler. Der junge deutsche Professor gewann nach europaweiter Suche nach einem Wissenschafter das Hearing und ist nun „der Blick von außen“. Fundiert wie unkonventionell zugleich: „Die Zeiringer haben sich jemanden aus dem transalpinen Barbarikum geholt …“

Fördert Kümper auch aus dem Silbermarkt Barbarisches ans Tageslicht? Sein Fokus liegt auf kleinen Räumen. „An jedem kleinen Raum kann man die mittelalterliche Welt erklären.“ Die Reise soll auch andere Wege als jene der Stollen beschreiten – auch, wenn das Bergwerk das einzige in Österreich und eines der wenigen in Europa ist, wo der mittelalterliche Abbau sichtbar ist („Meißelspuren“ im Kriechstollen). Dimension hat ebenso der Handelsstreit mit Judenburg. Fahrende Händler, beladen mit Tuch und eisernen Nägeln, mussten auch in Zeiring ihre Waren anbieten.

Erlebnis

Ausgegrabene schwarzweiße Fakten sind spannend, aber Benedik-Karner liegt ebenso daran, im von Touristen viel frequentierten Schaubergwerk neue Formen von Geschichtserlebnis zu bieten. Den Dialog mit der Bevölkerung in Gang zu bringen, Fragen zu stellen. Gab es Kinderarbeit im Berg? Wie war das mit dem sagenumwobenen Wassereinbruch wirklich? Wie geht man mit der Bergbaukrise des 15. Jahrhunderts um?

Hiram Kümper recherchiert in Oberzeiring, Judenburg, Wien und Graz. Seine Arbeit gipfelt in einem Buch zum mittelalterlichen Zeiring, präsentiert im Jubiläumsjahr 2017. Morgen schon laden Marktgemeinde, Verkehrsverein und Historisches Zeiring zur offiziellen Verleihung des Stipendiums an den Professor in den Handwerkshof. Der Historiker präsentiert erste Untersuchungsergebnisse, Diskussion und Fragen natürlich erwünscht. Muss ja nicht unbedingt zum Thema Zedernholz sein, im Silbermarkt schlummern viele andere Geheimnisse unter Tag. kleinezeitung

Hiram Kümper

“Mit Oberzeiringer Silber, so sagt man, habe man Wiener Neustadt errichtet”.
° Oberzeiring war die Mutter von Wien sagt man.
“Ganz gleich, was man davon halten mag: das Zeiringer Silberbergwerk gehörte im 13. und 14. Jahrhundert zu den ganz frühen und bedeutenden Silbergruben Österreichs.
Mit der Geschichte des Bergwerks und der Marktgemeinde in Mittelalter und beginnender Neuzeit wird sich in den nächsten Jahren Hiram Kümper beschäftigen. Er tut dies als Stipendiat der Gemeinde Oberzeiring, die 2017 ein Jubiläum zu feiern hat.
Aufbauend auf die wichtigen Vorarbeiten u.a. von Walter Brunner wird eine Monografie entstehen, die das Bergwerk und die Marktgemeinde in größere Kontexte der steirischen und der allgemeinen Geschichte des Mittelalters zu verorten sucht”
.

Am 20. Juni veranstaltet der Verein Historisches Zeiring gemeinsam mit Dr. Anja Thaller (Stuttgart), Stefan Bendik-Karner (Graz) und Hiram Kümper (Mannheim) eine Geschichtswerkstatt zur Geschichte der Marktgemeinde und des Bergwerks Oberzeiring, bei der insbesondere die Einbindung in die Regionalgeschichte und die Landesgeschichte der Steiermark eine Rolle spielen soll. Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich willkommen. Text uni-mannheim

Hanibal-von-Herberstein-und-die-Bürger-von-Oberzeiring

20130613 Jubiläumsgeschenk (Erwähnungsjubiläum) Nun wird mit einer offenen Ausschreibung eine Historikerin oder ein Historiker gesucht, die das Gewirr der mittelalterlichen Geschichte des Silbermarktes auflösen möchten. Das damit verbundene Stipendium gibt die Möglichkeit, sich drei Jahre lang durch Urkunden und Pläne, Chroniken und Bilder zu wühlen. Unter anderem soll 2017 ein Buch erscheinen, in dem die Geschichte des mittelalterlichen Bergbaus und seiner Besitzer übersichtlich zusammengefasst ist. 2017 ist es 750 Jahre aus, dass das Bergwerk das erste Mal erwähnt wurde – in den Besitzaufzeichnungen des Landesfürsten in Graz. Quelle

Jubiläumsstipendium zur Erforschung der mittelalterlichen Geschichte vonBergwerk und Bürgerschaft Oberzeiring Ausschreibung Gemeinde

Das Silberbergwerk von Oberzeiring (Steiermark/Österreich) war ab dem späten 13. Jahrhundert Katalysator   für  eine Reihe von  regionalen  Sonderentwicklungen, von der Entstehung einer Bürgerschaft in relativ isolierter Lage bis hin zu einer im 20. Jahrhundert „erfundenen“ Bergwerkstradition. Nicht zuletzt sind die mittelalterlichen Stollen auch die Basis für einen florierenden Gesundheits- und Kulturtourismus in der Gegenwart. Ausführliche Untersuchungen der Sozial- und Kulturgeschichte im Umfeld des mittelalterlichen Bergbaus stehen dennoch weitgehend aus, während Interpretationen aus der Fachliteratur des 19. Jahrhunderts sowie aus nicht fachwissenschaftlich aufbereiteten Darstellungen  Eingang in zahlreiche Überblickswerke gefunden haben. Erst in den letzten Jahren haben neuere regional- bzw. wirtschaftshistorische Arbeiten das Potential einer differenzierten Betrachtung der mittelalterlichen Geschichte Oberzeirings erschlossen. Die Quellenlage lässt  eine umfassende Auseinandersetzung zu, zumal im Bereich der Schriftquellen (Urkunden, Chroniken, Dichtung) ausreichendes Material für eine differenzierte Bearbeitung vorhanden ist, das darüber hinaus durch Sachquellen (archäologische Funde, Kunstdenkmäler etc.) ergänzt werden kann.

Anlässlich des bevorstehenden Jubiläums der Erstnennung von mons cyrich im Otakarischen Urbar (1265/67) schreiben Marktgemeinde und Verkehrsverein Oberzeiring (Schaubergwerk) gemeinsam mit dem Verein Historisches Zeiring  ein   Stipendium zur   Erforschung der Geschichte des Bergwerks, der Bürgerschaft und der  damit in Verbindung stehenden Entwicklungen im 13. bis 15. Jahrhundert    aus. Geklärt werden sollen  besonders die grundlegenden Fragen nach  Entstehung und Veränderungen von Bergbau und civium, nach deren  innerer  Struktur  sowie  zeitgenössischer  Relevanz  (Münzstätte)  im  Hinblick auf die breiteren kulturellen und  sozio-ökonomischen Kontexte. Bearbeitenswert erscheinen darüber hinaus beispielsweise folgende Fragen:

  • (Soziale) Herkunft und Zugehörigkeit der Grubenbetreiberinnen und –betreiber sowie deren Verhältnis zu den Landesfürsten, Bischöfen und Klöstern
  • Vorbedingungen und Konsequenzen der rechtlichen Regelung des Bergbaus (Bergrichter, Bergordnungen ab 1339)
  • Alltags- und technikgeschichtliche Aspekte des Silberabbaus
  • Handelsbeziehungen und Ausdifferenzierung der lokalen Gesellschaften in Bezug auf unterschiedliche   Wirtschaftsformen (Material-, Geldwirtschaft), Alters-  und Krankenversorgung (Bruderschaften) und Repräsentation von Individuen bzw. Kollektiven
  • Überregionale Rezeption im Spätmittelalter bzw. in der frühen Neuzeit

Die Entwicklung anderer und darüber hinausgehender Fragestellungen ist ebenso wie die Ausarbeitung spezifischer Fokussierungen     und individueller Perspektiven auf das Thema explizit erwünscht. Wenn auch montanhistorische Aspekte eine Grundlage für die Thematik darstellen, soll der Schwerpunkt der Forschung dennoch auf einer sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Verortung liegen.

Ziel ist die Erstellung eines auf diese Fragen Bezug nehmenden Manuskriptes, das danach populärwissenschaftlich (etwa in museumspädagogischen Texten  und   in  einer  für   eine breite Öffentlichkeit   entwickelten Publikation) weiterverarbeitet werden     wird. Die Forschung soll  über den Rahmen     der traditionellen Regionalgeschichte hinausgehend angelegt sein und dementsprechend aktuelle Debatten in den mediävistischen

Wissenschaften aufgreifen. Eine  kritische Bewertung der bisher vorhandenen Literatur sowie tradierter Vorstellungen wird dabei ebenso unabdingbar sein    wie eine Neuinterpretation der vorhandenen Quellen.   Transdisziplinäre Zugänge  zur Thematik  sind nicht nur erwünscht,   sondern angesichts  der Vielschichtigkeit   des vorhandenen Materials auch notwendig. Ausschreibungstext-Jubiläumsstipendium-Oberzeiring

Nicht ausgeschriebener Zusatztext

Das Stipendium wird einmalig im Sommer 2013 mit einer Laufzeit von maximal 36 Monaten vergeben und ist mit einer Gesamtsumme von EUR 13.000,– dotiert. In Bezug auf Anstellungsverhältnisse bzw. zusätzlich bezogene Stipendien besteht keine Beschränkung. Der Kostenaufwand für die Anreisen zum Hearing, zur Präsentation von Zwischenergebnissen und zur Abschlusspräsentation des Manuskriptes wird erstattet (Äquivalent Bahnfahrt 2. Klasse). Weitere Spesen, etwa im Zusammenhang mit Archivbesuchen etc., können nicht abgegolten werden.

Voraussetzung für die Bewerbung ist ein abgeschlossenes Studium einer historischen Wissenschaft und nachweisbare Erfahrung in der Forschung zu verwandten Fragestellungen. Das Stipendium wird ohne Altersbeschränkung und international ausgeschrieben, vorausgesetzt werden ausreichende Kenntnisse der Quellensprachen. Bewerberinnen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt. Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet eine Kommission auf Basis der Bewerbungen und allfällig eingeholter Gutachten sowie eines nicht-öffentlichen Hearings.

Eckdaten zum Stipendium Gesamtsumme: EUR 13.000,– (regelmäßige Anzahlungen, Restbetrag nach Manuskriptvorlage) Laufzeit: 36 Monate (keine Verlängerung möglich) Verpflichtungen: Halbjährliche schriftliche Kurzberichte, Abgabe eines Manuskriptes (min. 60.000 Worte) nach Ende der Laufzeit

Bewerbungen werden per E-Mail (historisches@zeiring.com) eingereicht und enthalten folgende Unterlagen im pdf-Format:

– ausführlicher tabellarischer Lebenslauf
– Abschlusszeugnisse
– Publikationsliste
– zwei wissenschaftliche Aufsätze oder zwei Kapitel einer Monographie/Abschlussarbeit
– Empfehlungsschreiben eines senior researchers einer universitären oder außeruniversitären Forschungseinrichtung (im Falle der Abwicklung im Rahmen eines Dissertationsvorhabens von der/dem zuständigen Betreuerin)
– Motivationsschreiben
Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2013.

Das Stipendium wird im Auftrag einer von der Marktgemeinde Oberzeiring, dem Verkehrsverein Oberzeiring (Schaubergwerk) und dem Verein Historisches Zeiring gegründeten Arbeitsgemeinschaft durch den Verein Historisches Zeiring verwaltet. Im Falle der Nichterbringung der vereinbarten Leistung (Zwischenberichte, Manuskript am Ende der Laufzeit) ist das Stipendium zurückzuzahlen. Auf die Zuerkennung eines Stipendiums, auf eine Zuerkennung in einer bestimmten Höhe oder für einen bestimmten Zeitraum besteht kein Rechtsanspruch. Quelle

Literatur Oberzeiring

Zusammengestellt von Christian Wolkersdorfer nach Daten aus GeoLit GBA

Dosa, Laszlo: Die Geologie des Gebietes zwischen Murtal und Blabachtal südlich von Oberzeiring.- Graz. 1970.- VI, 138, 5 Bl.: 12 Taf.- Graz, Univ., Diss.

Draxler, Ilse; Schermann, Otmar: Blatt 130, Oberzeiring.- Wien. 1975.- S.A89: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1975.

Gaisberger, Gert: Verteilung, Mobilität und Bioverfügbarkeit von Schwermetallen in Böden des historischen Bergbaugebietes Oberzeiring / von Gert Gaisberger.- Leoben. 2005—01.- 131 Bl.: 66 Abb., 41 Tab., Anhang (A-D); 29,5 cm .- Leoben, Montanuniv., Diplomarb., 2005—01

Gaisberger, Gert; Ebner, Fritz; Prochaska, Walter; Sager, Manfred: Environmental impact of historic mining and metallurgy to soils / G. Gaisberger, F. Ebner, W. Prochaska, M.Sager.- Rotterdam. 2003.- S.175—178: 2 fig., 1 tab. – In: Verteilung, Mobilität und Bioverfügbarkeit von Schwermetallen in Böden des historischen Bergbaugebietes Oberzeiring / von Gert Gaisberger. – Leoben, 2005. – Leoben, Montanuniv., Diplomarb.

Gaisberger, Gert; Ebner, Fritz; Prochaska, Walter; Sager, Manfred: Heavy metals and their biological availability in soils around the historic mining and metallurgy centre of Oberzeiring/Austria / G. Gaisberger, F. Ebner, W. Prochaska, M. Sager.- Wien. 2003.- S.179—181: 1 fig., 1 tab.-In: Verteilung, Mobilität und Bioverfügbarkeit von Schwermetallen in Böden des historischen Bergbaugebietes Oberzeiring / von Gert Gaisberger. – Leoben, 2005. – Leoben, Montanuniv., Diplomarb. erichte Umweltbundesamt ; UBA-BE-228.

Lercher, Franz Kurt: Der Zeiringer Pfennig.- Leoben. 1992.- S.80—83: Österreichischer Kalender Berg-Hütte-Energie; 38.

Maier, Günter; Scholger, Robert: Seasonal variation of physical parameters of soil.- Graz. 2004.- S.261: -In: PANGEO Austria 2004: „Erdwissenschaften und Öffentlichkeit“ Graz, 24.-26. September 2004: Beitragskurzfassungen / Hrsg.: Bernhard Hubmann & Werner E. Piller Berichte des Institutes für Geologie und Paläontologie der Karl-Franzens-Universität Graz/Austria; 9.

Meixner, Heinz: Bindheimit und seine Paragenese aus den Lagerstätten Oberzeiring (steiermark), Hüttenberg, Waitschach, Olsa, Wölch (alle Kärnten).- Stuttgart. 1937.- S.38—44: Zentralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie; 1937.A.2.

Meixner, Heinz: Über Aurichalcit von Oberzeiring zur Lösung des „Zeiringit“-Problems.- Graz. 1963.- S.75—81: Mitteilungsblatt der Abteilung für Mineralogie am Landesmuseum Joanneum; 1963. Metz, Karl: Aufnahmsbericht 1962 (Kartenblatt 130, Oberzeiring).- Wien. 1963.- S.A32-A33: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1963.

Metz, Karl: Bericht über Aufnahmen 1960 auf Blatt Oberzeiring (130).- Wien. 1961.- S.A40-A42: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1961.

Metz, Karl; Kerschhofer, Julius (Zeichner); Geologische Bundesanstalt: Oberzeiring-Kalwang 1:50.000 / aufgenommen von K. Metz, mit Benützung älterer Aufnahmen von G. Hießleitner.- 50000.- Wien. Verl.d.Geol.B.-A., 1967; B.A.f.Eich-u.Vermessungswesen.- 1 Bl.: Farbendruck; 75,5 x 55,5 cm.- Geologische Karte der Republik Österreich 1:50.000; 130—131.

Neubauer, W.: Geologische Karte der Umgebung der Pb-Ag Lagerstätte von Oberzeiring 1:25.000.- 25000.- o.O. 1950.- 1 Bl.: handkol; 54 x 50,5 cm.

Pirkl, Herbert R.: Lagerstättenkundlicher Bericht 1976 über Untersuchungen beim Bergbau Sunk/Trieben auf Blatt 130, Oberzeiring.- Wien. 1977.- S.A113-A114: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1977.

Ratschbacher, Lothar: Bericht 1981 über geologische Aufnahmen im Kristallin und Paläozoikum auf Blatt 130 Oberzeiring.- Wien. 1984.- S.A66-A67: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1982/1.

Ratschbacher, Lothar: Bericht 1981 über geologische Aufnahmen im Kristallin und Paläozoikum auf Blatt 130 Trieben (Oberzeiring).- o.O. 1981.- 3 Bl.: 1 Kt., Leg.- Bibl. Geol. Bundesanst./Wiss. Archiv Nr. A 05384-RA/130/1981/Ratschbacher, L.

Scharbert, Susanna: Bericht 1978 über geologische Aufnahmen auf Blatt 130, Oberzeiring.- Wien. 1981.- S.A125: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1979/1.

Schedl, Albert; Geologische Bundesanstalt/FA Rohstoffgeologie: Pb-Ag-Hütten Oberzeiring.- Wien. 1994—11.- S.247—257: 4 Abb., 3 Tab.- In: Erhebung und Bewertung ehemaliger Bergbau- und Hüttenstandorte hinsichtlich Risiko- und Folgenutzungspotentials – Haldenkataster: Pilotphase 1993 / Otmar Schermann & Albert Schedl; Mit Beitr.v.P.Lipiarski u.a. Bund/Bundesländer-Rohstoffprojekt Ü-LG-036/93

Schmut, Johann: Oberzeiring: Ein Beitrag zur Berg – und Münzgeschichte Steiermarks / Johann Schmut.- Leoben. 1904.- S.1—81: 1 Abb. 1 Taf.- Jahrbuch der Bergakademien; 1904.

Siegl, W.; Felser, Karl-Oskar: Der Kokardendolomit und seine Stellung im Magnesit von Hohentau-ern (Sunk bei Trieben).- Wien. 1973.- S.251—256: 8 Abb.- Berg- und Hüttenmännische Monatshefte; 118.

Taucher, Josef: Cyanotrichit auf Baryt vom Bergbau Oberzeiring, Steiermark, Österreich.- Graz. 1999.- S.75: Annalen Journal of science and art; 1.

Walser, Peter: Notizen aus dem Bergbaugebiet Oberzeiring.- Leoben. 1974.- S.287—296: 3 Abb.- In: Festschrift Otmar Michael Friedrich zur Vollendung des 70. Lebensjahres und zur Emeritierung Archiv für Lagerstättenforschung in den Ostalpen; Sd.-Bd. 2.

Weiß, Alfred: Geologisch-lagerstättenkundliche Aufnahme des Klinger-Baues, der Gamsgebirgs- Zechen und des Goisern-Baues in Oberzeiring.- Leoben. 1967.- S.198—218: 19 Abb. – In: Monographie der Zeiringer Lagerstätten Archiv für Lagerstättenforschung in den Ostalpen; 6. Quelle

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