Ludlalm Hütte

 

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Salzburg Eine alte Hütte abzureisen und die neue Hutte mit doppelten Umfang, im Landschaftsschutzgebiet zu bauen und auf alt zu kaschieren, wurde vollzogen. Das Bauverbot am Prebersee schützt den Massenbetrieb vor Konkurrenz. 150 Terassenplätze, 90 Innenplätze, 15 Betten, 2.5 Millionen €. Bereits an Werktagen kein Parkplatz mehr. Der Bauberechtigte ist nicht immer der Bauherr, in Zeiten der Bankenkrisen suchen immer mehr Investoren Realanlagen. Eine Aktion zum Wirtshaussterben in den Tälern.

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Die Pläne des Tamsweger Unternehmers Reinhard Wieland für den größeren Neubau der Ludlalm am Prebersee und das Kanalprojekt der Gemeinde wurden am Freitagnachmittag im Tamsweger Rathaus der Bevölkerung präsentiert. Am Montag beschäftigt sich die Gemeindevertretung mit dem 785.000-Euro-Kanal-Vorhaben.

Kritiker befürchten – entgegen den Beteuerungen der Gemeindepolitiker – einen Massentourismus im sensiblen Prebergebiet, weil mit der neuen Infrastruktur (Kanal und Strom) die Begehrlichkeiten für weitere Bauten wachsen könnten. Die meisten einheimischen Gegner des Projekts halten sich öffentlich zurück. Einer der schärfsten Kritiker ist ein Auswärtiger, aber Betroffener. Der aus München stammende und in Murau lebende Unternehmer Bernhard Ecker besitzt seit 15 Jahren ein anderes Objekt am See, das ehemalige Hotel Funke. Er hat erst heuer im Sommer nach langen Bemühungen die Bewilligung für den Umbau und die Sanierung erhalten und wehrt sich gegen eine seiner Meinung nach wirtschaftlich nicht angemessene Kanalanschlusspflicht. Er habe eine seit 2009 wasserrechtlich genehmigte Pflanzenkläranlage und übrigens auch ein saniertes Wasserkraftwerk sowie Quellwasser.

Eigentümer eines alten Hotels informiert die Staatsanwaltschaft

Ecker sagt zum Fall Ludlalm, es könne nicht angehen „jedes touristische Objekt mit Hilfe der Politik zu kanalisieren“. Es gäbe im Land viele Almhütten, die in das gleiche Muster fallen. Mit dem Kanalprojekt auf Kosten der Allgemeinheit wolle die Gemeinde „einen jahrelang betriebenen Amtsmissbrauch kaschieren“, schreibt der Murauer an die Staatsanwaltschaft Salzburg.

Für das Gasthaus Ludlalm habe die Bezirkshauptmannschaft 2001 eine Einzelbewilligung für eine Erweiterung erteilt – unter der Bedingung, dass die Abwasserfrage geklärt werden müsse. Das sei sie bis heute nicht. Ecker: „Der Zubau der Ludlalm wurde als Schwarzbau hergestellt, eine Baugenehmigung hierfür nie erteilt.“ Dennoch habe die Gemeinde selbst den Zubau für Veranstaltungen genutzt. Das sei „ein klarer Fall von Amtsmissbrauch“, ist der Kritiker überzeugt. Die jeweiligen Bürgermeister oder Amtsleiter hätten entsprechend reagieren müssen, zum Beispiel mit einem Abbruchauftrag.

Bgm. Georg Gappmayer (ÖVP), der erst seit 2012 Ortschef ist, sagte am Freitag auf SN-Anfrage: „Das entzieht sich meiner Kenntnis.“ Die Gemeinde werde Eckers Angaben prüfen. In seiner Amtszeit sei er von der BH aufgefordert worden, eine dem Stand der Technik entsprechende Abwasserentsorgung herzustellen. Nun gebe es ein Projekt, das kurz vor der Verwirklichung stehe.

Es störe ihn, sagt der Bürgermeister, dass Ecker persönliche Interessen verfolge und Kraut und Rüben vermische, um „mit juristischen Spitzfindigkeiten“ das Projekt zu verhindern. In Tamsweg gibt es auch Befürchtungen, dass im alten Hotel Funke vielleicht Zweitwohnsitze entstehen könnten.

Der Gemeinde gehe es nur um die weitere touristische Nutzung der zwei bestehenden Standorte, keinesfalls um neues Bauland.

 

Prebersee erhält Kanal und Strom

Nach langen Diskussionen sind im Lungau am Donnerstag die neuen Pläne für das Gebiet am Prebersee präsentiert worden. Die Gemeinde Tamsweg lässt in dem Naturschutzgebiet Kanal und Stromleitungen verlegen.

Der Prebersee, ein Moorsee oberhalb von Tamsweg, ist weit über die Grenzen bekannt – vor allem durch das Schießen auf die Spiegelbilder im See. Im Sommer wie auch im Winter ist das Gebiet am Prebersee ein beliebter Ausgangspunkt für Touren auf den Preber. Einzige bewirtschaftete Gaststätte im Naturschutzgebiet ist die „Ludlalm“. Diese ist jedoch an kein Kanalnetz angeschlossen und deshalb hätte sie heuer im Herbst schließen müssen.

Prbersee

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Die „Ludlalm“ wird abgerissen und nach neuen Standards wieder aufgebaut

Jetzt gibt es eine Lösung, weil das Land Salzburg einen Funk-Sender beim Prebersee errichtet. Für diesen Sender muss ein Erdkabel verlegt werden und das wird jetzt gleich mit dem Kanalbau kombiniert, sagt der Tamsweger Bürgermeister Georg Gappmayer (ÖVP). „Für Einheimische wie auch Gäste ist das sehr erfreulich. Der Prebersee ist ein Juwel. Und mit den beschlossenen Maßnahmen können wir dieses Juwel für die Zukunft erhalten.“

Einziger Hotelier sieht Pläne skeptisch

Auch für die „Ludlalm“ gibt es neue Pläne. Die Hütte soll abgerissen und nach modernen Standards wieder aufgebaut werden – inklusive Toilette für Gäste, Wanderer und Skitourengeher. Auch im Hotel Funke am Seeufer sollen im Jahr 2017 Umbauarbeiten beginnen. Sein Betreiber Berhard Ecker sieht die Pläne der Gemeinde allerdings skeptisch und das ruhige Naturschutzgebiet in Gefahr.

Prebersee

ORF

Der einzige Hotelier am Prebersee sieht die Naturidylle in Gefahr

„In dem Moment, wo es eine Erschließung gibt, zieht man letztlich Bauherren an. Doch dann wird es in diesem wunderschönen Gebiet hier letztendlich so aussehen wie auf der Turrach, die aus meiner Sicht ein sehr abschreckendes Beispiel für Verhüttelung ist“, kritisiert Ecker.

Bürgermeister: „Befürchtungen unbegründet“

Diese Befürchtung sei unbegründet, sagt Bürgermeister Georg Gappmayer. „Uns geht es keineswegs um eine weitere Verbauung. Die touristische Nutzung für das bereits bestehende Hotel und die Ludlalm soll möglich sein, mehr aber nicht. Der Prebersee bleiben, was er jetzt ist – ein Platz der Entschleunigung und Kleinod für Einheimische und Gäste.“ salzburg.orf

Alte Wirtsleute        
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Eine Antwort zu “Ludlalm Hütte

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