Echo und Narziss

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Die Bergnymphen sind Oreaden der griechischen Mythologie, zum Unterschied von den Baumnymphen, den Dryaden und den Wassernymphen, den Najaden leben sie in Grotten, Höhlen, Wäldern in den Bergen. Eine der bekanntesten Oreaden ist Echo.
Für mehr Freiraum seiner amourösen Abenteuer befahl Zeus der Echo, seiner Gattin Hera lange Geschichten zu erzählen, um sie von seiner Abwesenheit abzulenken. Alsbald nahm Hera diese Intrige wahr und bestrafte Echo mit dem teilweisen Sprachverlust. Sie konnte von nun an nur mehr das letzte gesprochene Wort nachsagen.
Echo liebte Naziss über alles und war ihm rettungslos verfallen, die eingetretene Sprachhemmung hinderte sie jedoch den Narziss deswegen anzusprechen. Als sich dieser bei einer Jagd verirrte folgte ihm Echo heimlich. Narziss witterte etwas und sprach: “Ist jemand hier”? “Hier, hier”, antwortete Echo zur Verwunderung des Narziss, der niemanden sehen konnte. “Komm”! “Komm, komm”. Warum meidest du mich? “Mich, mich”. “Lass uns hier zusammenkommen”! “Zusammenkommen, zusammenkommen”, wiederholte Echo und trat mit ausgestreckten Armen zwischen den Bäumen hervor und wollte Narziss umarmen. Dieser verschmähte sie grausam, abweisend und demütigend von sich stoßend.
Zutiefst verletzt und bis ins Mark beschämend getroffen, verkroch sie sich in einer Höhle, nahm keine Nahrung mehr auf, verkümmerte immer mehr, bis auf ihre Stimme verlor sie alles. Ihre Gebeine wurden zu Echofelsen mit einem seltsam wunderschönen Frauenantlitz.
Den Narziss bestrafte die Rachegöttin Nemesis mit einer lebenslänglichen, hoffnungslosen und unstillbaren Selbstliebe in sein Spiegelbild.
Ovid erzählt: “Narkissos erkannte die Unerfüllbarkeit seiner Liebe, ohne dass es ihm etwas nützte: Er verzehrte sich und verschmachtete vor seinem Ebenbild bis zum Tod”.
Eine weitere Version berichtet: Narziss verliebt in sein Spiegelbild im Wasser; nicht erkennend, dass es sein eigenes ist, will er sich mit diesem Spiegelbild vereinigen und ertrinkt.

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Oberzeiring 750J. Siberberg 2017

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ERWÄHNUNGSJUBILÄUM

1 Oberzeiring Silberberg
2 Haditsch Monographie
3 Bergbaugebiet Walser
4 Gegensätze Karner

 

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Ein einzigartiger Bergwerksmarkt feiert ein einzigartiges Fest. 750 Jahre ist es her, dass der Landesfürst das erste Mal Einnahmen aus dem Silberbergwerk Oberzeiring verzeichnete. … Heute kann man vor Ort das einzige erhaltene mittelalterliche Bergwerk des Kontinents besichtigen. …” Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der Geschichte von mittelalterlichem Bergwerk und Bürgerschaft Oberzeiring (Marktgemeinde Pölstal, Museum Schaubergwerk Oberzeiring, Verein Historisches Zeiring), c/o Marktgemeinde Pölstal, Im Dorf 2,8763 Möderbrugg
1000 Jahre Silberort Oberzeiring. Von Ursprung und Würde, Verfall und neuer Hoffnung eines mittelalterlichen Silberbergbaues in der Steiermark. In: Der Abschnitt. Zeitschrift für Kunst und Kultur im Bergbau 9 (Essen 1957), In: 1000 Jahre Silberort Oberzeiring 1956, S. 33-39, 1Abb. [Veränderter Neudruck von Nr.89] 91 Eine „Gregoriusmesse“. Zur Motivgeschichte eines neuen steirischen Freskenfundes in Oberzeiring.Nr. 3, S. 3-11, 9 Abb. Leopold Kretzenbacher Vergleichende Volkskunde Europas S. 110 S. 23Quelle
Extreme Naturereignisse im Ostalpenraum Christian Rohr Quelle
Durch frühgeschichtliche Funde kann der Silberabbau in diesem Gebiet im oberen Pölstal schon vor 1000 v.Chr. nachgewiesen werden. Oberzeiring mit dem ehemaligen größten Silberbergwerk der Steiermark wurde 1265 urkundlich erstmals erwähnt und 1279 zum Markt erhoben”. Quelle

“Erstnennung von mons cyrich im Otakarischen Urbar (1265/67)”

750 Jahre Bergwerk und 750 Jahre Silberberg Oberzeiring Jubiläum 2007, 1000 Jahre Oberzeiring 1956?

Oberzeiring ist ein alter Silberbergwerksort. Auf den Silberabbau weisen schon viereckige Stollen aus der Keltenzeit (800-400 vor Christus) im verzweigten unterirdischen Stollensystem hin. …  Der Abbau von Silber im oberen Pölstal wird durch frühgeschichtliche Funde belegt. Es wird angenommen, dass schon in der Zeit um 1000 v. Chr. Abbauarbeiten stattfanden. Die alte römische Hauptstraße, die „Via Norica“, führte unmittelbar an der Siedlung in Unterzeiring vorbei. …Quelle

mons Berg, Gebirge [altissimus; impendens; silvestris; summus Berggipfel]; Fels, Gestein;  (berghohe) Masse [aquarum; argenti; frumenti; übtr. mali]

Die Otakare sind ein ausgestorbenes Grafengeschlecht, das vor allem im Chiemgau, im Traungau und in Karantanien bzw. in der Steiermark ansässig war.

Oberzeiring wurde namentlich erstmals als mons cyrich in einem Urbar des Landesfürsten Ottokar Přemysl aus dem Zeitraum von 1265 bis 1267 erwähnt.

Ottokar II. Přemysl oder Přemysl Ottokar II.[1], tschechisch Přemysl Otakar II. (* um 1232; † 26. August 1278 in Dürnkrut, in Niederösterreich) aus der tschechischen Dynastie der Přemysliden, war von 1253 bis 1278 König von Böhmen. Ab 1251 war er auch Herzog von Österreich, ab 1261 Herzog der Steiermark und ab 1269 Herzog von Kärnten und Krain. Damit hatte er eine für einen Přemysliden zuvor und später nie erreichte Machtfülle erlangt, was sich auch in seiner mehrfachen Bewerbung um die Krone des Heiligen Römischen Reiches zeigt.

Hiram-Kümper: “Aufbauend auf die wichtigen Vorarbeiten u.a. von Walter Brunner wird eine Monografie entstehen”.
° Ob bei dieser Aufgabe, in Zusammenarbeit mit der Geschichte Werkstatt des Vereins Historisches Zeiring und der Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der mittelalterlichen Geschichte Oberzeiring, auch die vielen gravierenden Fehler in der Brunner Gemeindechronik auch wahrgenommen werden, wird sich zeigen. Bisher wurden diesbezügliche Bemühungen von Brunner und dann von der Gemeinde abgeblockt. Sogar die Verwechslung der Kalvarienberg Kirche mit dem Berghaus Steiner wurde von allen Beteiligten übersehen!

W. Brunner vertritt die Auffassung dass der ON (Ortsname) von 1265, „mons Zyrich“, dieselbe Namensform wie Zürich in der Schweiz aufweist, …” Quelle

Im landesfürstlichen Urbar 1267/68 sind nicht nur Einnahmen aus der Grazer Münzstätte verzeichnet, sondern auch Einkünfte aus „Mons Zyrich“ = Oberzeiring. Quelle

° In verschiedenen Schriften steht mit ungleichen Jahreszahlen, 1265, 1267, 1269, 1270  der Name “Zyrich oder cyrich”, bei Ottokar uz der Gaal den glaubenswürdigsten im Vers 24365-24370 “Ziric”.

Stefan Benedik-Karner, selbst Zeithistoriker, Kulturanthropologe, Volkskundler, gebürtiger Zeiringer, Mitautor der Brunner Chrinik und Obmann des Vereins Historisches Zeiring, nahm dies zum Anlass ein 750 Jahre Jubiläum der ersten Namensnennung  von “cyrich” im Jahre 1267, im 2017 zu feiern.
…, “Folgt man den Entwicklungen im Zeitraffer, könnte man folgende Blickpunkte herausgreifen. Die 1000-Jahr-Feier 1956, die nicht Jubiläum, sondern vielmehr Gründungsfest der „Zeiringer Geschichte“ war. Mit ihr war die Erfindung und Pflege eines Knappentanzes („Schwerttanz“) und die Umwandlung der Musikkapelle in eine „Knappenkapelle“ (kombiniert mit der Einkleidung in eine „Knappenuniform“) einige Jahre später verbunden”. … Schreibt er in seinen Oberzeiringer Gegensätzen

1254 fällt die Steiermark jedoch an Ungarn. 1260 besiegt Ottokar mit Hilfe des steirischen Adels die Ungarn und ist nun Herzog von Österreich und Steiermark. Traungau und Pitten kommen zu Österreich. 1260 erstmalige Erwähnung des Silberbergwerkes in Oberzeirig”. (Im Drama „König Ottokars Glück und Ende“ beschreibt Grillparzer dieses erbitterte ringen um die Macht in Österreich und Steiermark). Quelle

Die erste urkundliche Erwähnung des „mons Zyrich“ finden wir im landesfürstlichen Urbar von ca. 1265, sie besagt außer dem Namen nur, dass der Landesfürst vom genannten „Berge“ Einkünfte besaß; 3) das Wort „Berg“ kann in dieser Gegend nur auf einen Bergbau bezogen werden”. Quelle

Der Silberbergbau auf der Zeiring ob Judenburg scheint für die Mitte des 13. Jhdts gesichert zu sein, wenn vielleicht auch schon früher dort Silber gewonnen wurde. Schriftliche Belege für eine Münztätigkeit in Zeiring finden sich erst aus dem 14. Jhdt. 1317 und 1320 wird eine „Mathe der Minczer“ erwähnt, es ist jedoch anzunehmen, dass man in Zeiring schon in der zweiten Hälfte des 13. Jhdts Münzen zu prägen begonnen hatte. Wahrscheinlich ist die Münzstätte 1267-1270 unter Ottokar II. eingerichtet worden. Das Ende der Oberzeiringer Münze dürfte dann in den 60er Jahren des 14. Jhdts gekommen sein”. Quelle

Die erste namentliche Erwähnung von Oberzeiring als mons cyrich ist 1268 in einem landesfürstlichen Urbar nachweisbar”. Quelle

Schaubergwerk Eingang

20160626“Nun befindet man sich mitten in der Umsetzung. Die Räumlichkeiten wurden erweitert, der Eingang verlegt – er liegt jetzt zentraler hinter dem Tourismusbüro in Oberzeiring in einem ehemaligen, umgebauten Stadl. Der Shop wurde bereits dort angesiedelt, die restlichen Räume harren ihrer Gestaltung – koordiniert von Natalia Frühmann, Geologin und Ausstellungsdesignerin, die anmerkt: „Das Projekt ist mir auf den Leib geschneidert!

° Hier handelt es sich lediglich nur um einen Sammelpunkt zur Kaufanregung für das Museumsgeschäft. Es gab allerdings anno dazumal im Bereich des hinteren, zugeschütteten Engele Keller einen Bergwerk Eingang.

“„Zentrales Ausstellungsstück wird ein Hund sein“, so Frühmann. Ein rund 430 Jahre altes Hundeskelett, um genau zu sein, das in den Stollen gefunden wurde. „Es wurden mehrere Hundeknochen entdeckt, die Tiere wurden damals wahrscheinlich als Lasttiere eingesetzt“, erklärt Frühmann. Das Skelett ist ein begehrtes Exponat, war unter anderem auch schon in Deutschland ausgestellt”. kleinezeitung

° In welchen unzugänglichen Teil die Knochen gefunden wurden und wer sie gefunden hat scheint unbekannt zu sein. Diese Hunde sollten geschultert Erz sogar über Steigbäume transportiert haben  –  ist Theorie.

20140824 “Professionell soll die Geschichte Oberzeirings als eines der bedeutendsten Beispiele für einen mittelalterlichen Silberort in den kommenden drei Jahren bearbeitet werden. So lange läuft ein mit 13.000 Euro dotiertes Stipendium, das 2013 von Marktgemeinde, Schaubergwerk und Verein „Historisches Zeiring“ ausgeschrieben wurde. Mit dem als Professor an der Universität in Mannheim tätigen 33jährigen Historiker und Germanisten Hiram Kümper steht der Gewinner seit einiger Zeit fest, richtig offiziell wurde die Übergabe des Stipendiums am Samstag im Oberzeiringer Handwerkshaus mit einem Festvortrag gefeiert.

Offiziell heißt es „Jubiläumsstipendium“, weil es auf die vor 750 Jahren erfolgte Erstnennung von „mons cyrich“ im Otakarischen Urbar bezug nimmt”. Quelle

„Barbarischer“ Blick von außen auf Oberzeiring

  1. Der Silbermarkt steuert auf 750 Jahre Bergwerk zu, Licht auf dunkle Flecken der Vergangenheit sind gefragt. Deutscher Historiker gewann Ausschreibung, Forschungsstipendium wird morgen verliehen.

Hiram, ein König aus dem Alten Testament. Er lieferte Zedernholz für den Tempelbau. „Aber er ließ sich das nicht bezahlen, der Idiot.“ So faxend ist ein Hiram aus dem 21. Jahrhundert unterwegs., Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit an der Universität Mannheim. Er liefert kein Zedernholz, er liefert neues Licht auf die Vergangenheit Oberzeirings. Aber er ist kein Idiot und lässt sich das sehr wohl bezahlen.

Genug der Faxen, es geht um einen erfolgreichen Coup des Vereins Historisches Zeiring. Es geht um die Verleihung eines Stipendiums „zur Erforschung der Geschichte von Bergwerk und Bürgerschaft Oberzeiring“. Verein, Verkehrsverein und Marktgemeinde lassen sich die dreijährige Forschungstätigkeit rund 13.000 Euro kosten, Anlass ist ein besonders Jubiläum: 2017 feiert man „750 Jahre Bergwerk“.

„Wir wollen die dunklen Flecken aufarbeiten, die mit der Größe Oberzeirings zu tun haben“, erklärt Obmann Stefan Benedik-Karner, selbst Zeithistoriker, Kulturanthropologe, Volkskundler. Der junge deutsche Professor gewann nach europaweiter Suche nach einem Wissenschafter das Hearing und ist nun „der Blick von außen“. Fundiert wie unkonventionell zugleich: „Die Zeiringer haben sich jemanden aus dem transalpinen Barbarikum geholt …“

Fördert Kümper auch aus dem Silbermarkt Barbarisches ans Tageslicht? Sein Fokus liegt auf kleinen Räumen. „An jedem kleinen Raum kann man die mittelalterliche Welt erklären.“ Die Reise soll auch andere Wege als jene der Stollen beschreiten – auch, wenn das Bergwerk das einzige in Österreich und eines der wenigen in Europa ist, wo der mittelalterliche Abbau sichtbar ist („Meißelspuren“ im Kriechstollen). Dimension hat ebenso der Handelsstreit mit Judenburg. Fahrende Händler, beladen mit Tuch und eisernen Nägeln, mussten auch in Zeiring ihre Waren anbieten.

Erlebnis

Ausgegrabene schwarzweiße Fakten sind spannend, aber Benedik-Karner liegt ebenso daran, im von Touristen viel frequentierten Schaubergwerk neue Formen von Geschichtserlebnis zu bieten. Den Dialog mit der Bevölkerung in Gang zu bringen, Fragen zu stellen. Gab es Kinderarbeit im Berg? Wie war das mit dem sagenumwobenen Wassereinbruch wirklich? Wie geht man mit der Bergbaukrise des 15. Jahrhunderts um?

Hiram Kümper recherchiert in Oberzeiring, Judenburg, Wien und Graz. Seine Arbeit gipfelt in einem Buch zum mittelalterlichen Zeiring, präsentiert im Jubiläumsjahr 2017. Morgen schon laden Marktgemeinde, Verkehrsverein und Historisches Zeiring zur offiziellen Verleihung des Stipendiums an den Professor in den Handwerkshof. Der Historiker präsentiert erste Untersuchungsergebnisse, Diskussion und Fragen natürlich erwünscht. Muss ja nicht unbedingt zum Thema Zedernholz sein, im Silbermarkt schlummern viele andere Geheimnisse unter Tag. kleinezeitung

Hiram Kümper

“Mit Oberzeiringer Silber, so sagt man, habe man Wiener Neustadt errichtet”.
° Oberzeiring war die Mutter von Wien sagt man.
“Ganz gleich, was man davon halten mag: das Zeiringer Silberbergwerk gehörte im 13. und 14. Jahrhundert zu den ganz frühen und bedeutenden Silbergruben Österreichs.
Mit der Geschichte des Bergwerks und der Marktgemeinde in Mittelalter und beginnender Neuzeit wird sich in den nächsten Jahren Hiram Kümper beschäftigen. Er tut dies als Stipendiat der Gemeinde Oberzeiring, die 2017 ein Jubiläum zu feiern hat.
Aufbauend auf die wichtigen Vorarbeiten u.a. von Walter Brunner wird eine Monografie entstehen, die das Bergwerk und die Marktgemeinde in größere Kontexte der steirischen und der allgemeinen Geschichte des Mittelalters zu verorten sucht”
.

Am 20. Juni veranstaltet der Verein Historisches Zeiring gemeinsam mit Dr. Anja Thaller (Stuttgart), Stefan Bendik-Karner (Graz) und Hiram Kümper (Mannheim) eine Geschichtswerkstatt zur Geschichte der Marktgemeinde und des Bergwerks Oberzeiring, bei der insbesondere die Einbindung in die Regionalgeschichte und die Landesgeschichte der Steiermark eine Rolle spielen soll. Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich willkommen. Text uni-mannheim

Hanibal-von-Herberstein-und-die-Bürger-von-Oberzeiring

20130613 Jubiläumsgeschenk (Erwähnungsjubiläum) Nun wird mit einer offenen Ausschreibung eine Historikerin oder ein Historiker gesucht, die das Gewirr der mittelalterlichen Geschichte des Silbermarktes auflösen möchten. Das damit verbundene Stipendium gibt die Möglichkeit, sich drei Jahre lang durch Urkunden und Pläne, Chroniken und Bilder zu wühlen. Unter anderem soll 2017 ein Buch erscheinen, in dem die Geschichte des mittelalterlichen Bergbaus und seiner Besitzer übersichtlich zusammengefasst ist. 2017 ist es 750 Jahre aus, dass das Bergwerk das erste Mal erwähnt wurde – in den Besitzaufzeichnungen des Landesfürsten in Graz. Quelle

Jubiläumsstipendium zur Erforschung der mittelalterlichen Geschichte vonBergwerk und Bürgerschaft Oberzeiring Ausschreibung Gemeinde

Das Silberbergwerk von Oberzeiring (Steiermark/Österreich) war ab dem späten 13. Jahrhundert Katalysator   für  eine Reihe von  regionalen  Sonderentwicklungen, von der Entstehung einer Bürgerschaft in relativ isolierter Lage bis hin zu einer im 20. Jahrhundert „erfundenen“ Bergwerkstradition. Nicht zuletzt sind die mittelalterlichen Stollen auch die Basis für einen florierenden Gesundheits- und Kulturtourismus in der Gegenwart. Ausführliche Untersuchungen der Sozial- und Kulturgeschichte im Umfeld des mittelalterlichen Bergbaus stehen dennoch weitgehend aus, während Interpretationen aus der Fachliteratur des 19. Jahrhunderts sowie aus nicht fachwissenschaftlich aufbereiteten Darstellungen  Eingang in zahlreiche Überblickswerke gefunden haben. Erst in den letzten Jahren haben neuere regional- bzw. wirtschaftshistorische Arbeiten das Potential einer differenzierten Betrachtung der mittelalterlichen Geschichte Oberzeirings erschlossen. Die Quellenlage lässt  eine umfassende Auseinandersetzung zu, zumal im Bereich der Schriftquellen (Urkunden, Chroniken, Dichtung) ausreichendes Material für eine differenzierte Bearbeitung vorhanden ist, das darüber hinaus durch Sachquellen (archäologische Funde, Kunstdenkmäler etc.) ergänzt werden kann.

Anlässlich des bevorstehenden Jubiläums der Erstnennung von mons cyrich im Otakarischen Urbar (1265/67) schreiben Marktgemeinde und Verkehrsverein Oberzeiring (Schaubergwerk) gemeinsam mit dem Verein Historisches Zeiring  ein   Stipendium zur   Erforschung der Geschichte des Bergwerks, der Bürgerschaft und der  damit in Verbindung stehenden Entwicklungen im 13. bis 15. Jahrhundert    aus. Geklärt werden sollen  besonders die grundlegenden Fragen nach  Entstehung und Veränderungen von Bergbau und civium, nach deren  innerer  Struktur  sowie  zeitgenössischer  Relevanz  (Münzstätte)  im  Hinblick auf die breiteren kulturellen und  sozio-ökonomischen Kontexte. Bearbeitenswert erscheinen darüber hinaus beispielsweise folgende Fragen:

  • (Soziale) Herkunft und Zugehörigkeit der Grubenbetreiberinnen und –betreiber sowie deren Verhältnis zu den Landesfürsten, Bischöfen und Klöstern
  • Vorbedingungen und Konsequenzen der rechtlichen Regelung des Bergbaus (Bergrichter, Bergordnungen ab 1339)
  • Alltags- und technikgeschichtliche Aspekte des Silberabbaus
  • Handelsbeziehungen und Ausdifferenzierung der lokalen Gesellschaften in Bezug auf unterschiedliche   Wirtschaftsformen (Material-, Geldwirtschaft), Alters-  und Krankenversorgung (Bruderschaften) und Repräsentation von Individuen bzw. Kollektiven
  • Überregionale Rezeption im Spätmittelalter bzw. in der frühen Neuzeit

Die Entwicklung anderer und darüber hinausgehender Fragestellungen ist ebenso wie die Ausarbeitung spezifischer Fokussierungen     und individueller Perspektiven auf das Thema explizit erwünscht. Wenn auch montanhistorische Aspekte eine Grundlage für die Thematik darstellen, soll der Schwerpunkt der Forschung dennoch auf einer sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Verortung liegen.

Ziel ist die Erstellung eines auf diese Fragen Bezug nehmenden Manuskriptes, das danach populärwissenschaftlich (etwa in museumspädagogischen Texten  und   in  einer  für   eine breite Öffentlichkeit   entwickelten Publikation) weiterverarbeitet werden     wird. Die Forschung soll  über den Rahmen     der traditionellen Regionalgeschichte hinausgehend angelegt sein und dementsprechend aktuelle Debatten in den mediävistischen

Wissenschaften aufgreifen. Eine  kritische Bewertung der bisher vorhandenen Literatur sowie tradierter Vorstellungen wird dabei ebenso unabdingbar sein    wie eine Neuinterpretation der vorhandenen Quellen.   Transdisziplinäre Zugänge  zur Thematik  sind nicht nur erwünscht,   sondern angesichts  der Vielschichtigkeit   des vorhandenen Materials auch notwendig. Ausschreibungstext-Jubiläumsstipendium-Oberzeiring

Nicht ausgeschriebener Zusatztext

Das Stipendium wird einmalig im Sommer 2013 mit einer Laufzeit von maximal 36 Monaten vergeben und ist mit einer Gesamtsumme von EUR 13.000,– dotiert. In Bezug auf Anstellungsverhältnisse bzw. zusätzlich bezogene Stipendien besteht keine Beschränkung. Der Kostenaufwand für die Anreisen zum Hearing, zur Präsentation von Zwischenergebnissen und zur Abschlusspräsentation des Manuskriptes wird erstattet (Äquivalent Bahnfahrt 2. Klasse). Weitere Spesen, etwa im Zusammenhang mit Archivbesuchen etc., können nicht abgegolten werden.

Voraussetzung für die Bewerbung ist ein abgeschlossenes Studium einer historischen Wissenschaft und nachweisbare Erfahrung in der Forschung zu verwandten Fragestellungen. Das Stipendium wird ohne Altersbeschränkung und international ausgeschrieben, vorausgesetzt werden ausreichende Kenntnisse der Quellensprachen. Bewerberinnen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt. Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet eine Kommission auf Basis der Bewerbungen und allfällig eingeholter Gutachten sowie eines nicht-öffentlichen Hearings.

Eckdaten zum Stipendium Gesamtsumme: EUR 13.000,– (regelmäßige Anzahlungen, Restbetrag nach Manuskriptvorlage) Laufzeit: 36 Monate (keine Verlängerung möglich) Verpflichtungen: Halbjährliche schriftliche Kurzberichte, Abgabe eines Manuskriptes (min. 60.000 Worte) nach Ende der Laufzeit

Bewerbungen werden per E-Mail (historisches@zeiring.com) eingereicht und enthalten folgende Unterlagen im pdf-Format:

– ausführlicher tabellarischer Lebenslauf
– Abschlusszeugnisse
– Publikationsliste
– zwei wissenschaftliche Aufsätze oder zwei Kapitel einer Monographie/Abschlussarbeit
– Empfehlungsschreiben eines senior researchers einer universitären oder außeruniversitären Forschungseinrichtung (im Falle der Abwicklung im Rahmen eines Dissertationsvorhabens von der/dem zuständigen Betreuerin)
– Motivationsschreiben
Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2013.

Das Stipendium wird im Auftrag einer von der Marktgemeinde Oberzeiring, dem Verkehrsverein Oberzeiring (Schaubergwerk) und dem Verein Historisches Zeiring gegründeten Arbeitsgemeinschaft durch den Verein Historisches Zeiring verwaltet. Im Falle der Nichterbringung der vereinbarten Leistung (Zwischenberichte, Manuskript am Ende der Laufzeit) ist das Stipendium zurückzuzahlen. Auf die Zuerkennung eines Stipendiums, auf eine Zuerkennung in einer bestimmten Höhe oder für einen bestimmten Zeitraum besteht kein Rechtsanspruch. Quelle

Literatur Oberzeiring

Zusammengestellt von Christian Wolkersdorfer nach Daten aus GeoLit GBA

Dosa, Laszlo: Die Geologie des Gebietes zwischen Murtal und Blabachtal südlich von Oberzeiring.- Graz. 1970.- VI, 138, 5 Bl.: 12 Taf.- Graz, Univ., Diss.

Draxler, Ilse; Schermann, Otmar: Blatt 130, Oberzeiring.- Wien. 1975.- S.A89: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1975.

Gaisberger, Gert: Verteilung, Mobilität und Bioverfügbarkeit von Schwermetallen in Böden des historischen Bergbaugebietes Oberzeiring / von Gert Gaisberger.- Leoben. 2005—01.- 131 Bl.: 66 Abb., 41 Tab., Anhang (A-D); 29,5 cm .- Leoben, Montanuniv., Diplomarb., 2005—01

Gaisberger, Gert; Ebner, Fritz; Prochaska, Walter; Sager, Manfred: Environmental impact of historic mining and metallurgy to soils / G. Gaisberger, F. Ebner, W. Prochaska, M.Sager.- Rotterdam. 2003.- S.175—178: 2 fig., 1 tab. – In: Verteilung, Mobilität und Bioverfügbarkeit von Schwermetallen in Böden des historischen Bergbaugebietes Oberzeiring / von Gert Gaisberger. – Leoben, 2005. – Leoben, Montanuniv., Diplomarb.

Gaisberger, Gert; Ebner, Fritz; Prochaska, Walter; Sager, Manfred: Heavy metals and their biological availability in soils around the historic mining and metallurgy centre of Oberzeiring/Austria / G. Gaisberger, F. Ebner, W. Prochaska, M. Sager.- Wien. 2003.- S.179—181: 1 fig., 1 tab.-In: Verteilung, Mobilität und Bioverfügbarkeit von Schwermetallen in Böden des historischen Bergbaugebietes Oberzeiring / von Gert Gaisberger. – Leoben, 2005. – Leoben, Montanuniv., Diplomarb. erichte Umweltbundesamt ; UBA-BE-228.

Lercher, Franz Kurt: Der Zeiringer Pfennig.- Leoben. 1992.- S.80—83: Österreichischer Kalender Berg-Hütte-Energie; 38.

Maier, Günter; Scholger, Robert: Seasonal variation of physical parameters of soil.- Graz. 2004.- S.261: -In: PANGEO Austria 2004: „Erdwissenschaften und Öffentlichkeit“ Graz, 24.-26. September 2004: Beitragskurzfassungen / Hrsg.: Bernhard Hubmann & Werner E. Piller Berichte des Institutes für Geologie und Paläontologie der Karl-Franzens-Universität Graz/Austria; 9.

Meixner, Heinz: Bindheimit und seine Paragenese aus den Lagerstätten Oberzeiring (steiermark), Hüttenberg, Waitschach, Olsa, Wölch (alle Kärnten).- Stuttgart. 1937.- S.38—44: Zentralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie; 1937.A.2.

Meixner, Heinz: Über Aurichalcit von Oberzeiring zur Lösung des „Zeiringit“-Problems.- Graz. 1963.- S.75—81: Mitteilungsblatt der Abteilung für Mineralogie am Landesmuseum Joanneum; 1963. Metz, Karl: Aufnahmsbericht 1962 (Kartenblatt 130, Oberzeiring).- Wien. 1963.- S.A32-A33: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1963.

Metz, Karl: Bericht über Aufnahmen 1960 auf Blatt Oberzeiring (130).- Wien. 1961.- S.A40-A42: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1961.

Metz, Karl; Kerschhofer, Julius (Zeichner); Geologische Bundesanstalt: Oberzeiring-Kalwang 1:50.000 / aufgenommen von K. Metz, mit Benützung älterer Aufnahmen von G. Hießleitner.- 50000.- Wien. Verl.d.Geol.B.-A., 1967; B.A.f.Eich-u.Vermessungswesen.- 1 Bl.: Farbendruck; 75,5 x 55,5 cm.- Geologische Karte der Republik Österreich 1:50.000; 130—131.

Neubauer, W.: Geologische Karte der Umgebung der Pb-Ag Lagerstätte von Oberzeiring 1:25.000.- 25000.- o.O. 1950.- 1 Bl.: handkol; 54 x 50,5 cm.

Pirkl, Herbert R.: Lagerstättenkundlicher Bericht 1976 über Untersuchungen beim Bergbau Sunk/Trieben auf Blatt 130, Oberzeiring.- Wien. 1977.- S.A113-A114: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1977.

Ratschbacher, Lothar: Bericht 1981 über geologische Aufnahmen im Kristallin und Paläozoikum auf Blatt 130 Oberzeiring.- Wien. 1984.- S.A66-A67: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1982/1.

Ratschbacher, Lothar: Bericht 1981 über geologische Aufnahmen im Kristallin und Paläozoikum auf Blatt 130 Trieben (Oberzeiring).- o.O. 1981.- 3 Bl.: 1 Kt., Leg.- Bibl. Geol. Bundesanst./Wiss. Archiv Nr. A 05384-RA/130/1981/Ratschbacher, L.

Scharbert, Susanna: Bericht 1978 über geologische Aufnahmen auf Blatt 130, Oberzeiring.- Wien. 1981.- S.A125: Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt; 1979/1.

Schedl, Albert; Geologische Bundesanstalt/FA Rohstoffgeologie: Pb-Ag-Hütten Oberzeiring.- Wien. 1994—11.- S.247—257: 4 Abb., 3 Tab.- In: Erhebung und Bewertung ehemaliger Bergbau- und Hüttenstandorte hinsichtlich Risiko- und Folgenutzungspotentials – Haldenkataster: Pilotphase 1993 / Otmar Schermann & Albert Schedl; Mit Beitr.v.P.Lipiarski u.a. Bund/Bundesländer-Rohstoffprojekt Ü-LG-036/93

Schmut, Johann: Oberzeiring: Ein Beitrag zur Berg – und Münzgeschichte Steiermarks / Johann Schmut.- Leoben. 1904.- S.1—81: 1 Abb. 1 Taf.- Jahrbuch der Bergakademien; 1904.

Siegl, W.; Felser, Karl-Oskar: Der Kokardendolomit und seine Stellung im Magnesit von Hohentau-ern (Sunk bei Trieben).- Wien. 1973.- S.251—256: 8 Abb.- Berg- und Hüttenmännische Monatshefte; 118.

Taucher, Josef: Cyanotrichit auf Baryt vom Bergbau Oberzeiring, Steiermark, Österreich.- Graz. 1999.- S.75: Annalen Journal of science and art; 1.

Walser, Peter: Notizen aus dem Bergbaugebiet Oberzeiring.- Leoben. 1974.- S.287—296: 3 Abb.- In: Festschrift Otmar Michael Friedrich zur Vollendung des 70. Lebensjahres und zur Emeritierung Archiv für Lagerstättenforschung in den Ostalpen; Sd.-Bd. 2.

Weiß, Alfred: Geologisch-lagerstättenkundliche Aufnahme des Klinger-Baues, der Gamsgebirgs- Zechen und des Goisern-Baues in Oberzeiring.- Leoben. 1967.- S.198—218: 19 Abb. – In: Monographie der Zeiringer Lagerstätten Archiv für Lagerstättenforschung in den Ostalpen; 6. Quelle

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Dürfen Frauen in die Moschee gehen?

Lesewerk Arabisch und Islam

Jemand wies darauf hin, dass der Prophet Mohammed Frauen zwar erlaubte in die Moscheen zu gehen, aber doch lieber sah, dass sie zu Hause blieben. Das untermauerte er mit nur einem Hadith (unten Nr. 7).
Ich habe geantwortet, dass es auch andere Hadithe gibt und dass man nie nur einen Hadith zitieren soll. Erst wenn man alle Hadithe zu einem gewissen Thema zusammen hat, sieht man wovon es sich in den Texten handelt. Das wird aber oft ein unerreichbares Ideal bleiben, denn ein Thema wie dieses gründlich zu erforschen würde einen erfahrenen Forscher — und wo gibt es die noch?— zwei Monaten kosten und Anderen noch viel länger. Das kann ich jetzt nicht machen, deshalb bleibe ich an der Oberfläche. Auf die Schnelle habe ich in den wichtigsten Sammlungen, den sog. Neun Bücher, 22 Hadithen zur Frage gesammelt. Es gibt ohne Zweifel viele mehr, aber diese 22 geben doch einen Eindruck—der sich wieder ändern…

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Der Untergang der «Dresden» in chilenischen Gewässern: Katz-und-Maus-Spiel im Pazifik

MARINE

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Interview mit Melitha Maria Angélica Krause Schwartinsky: Erinnerungen an einen Obermatrosen der «Dresden»

Melitha Krause empfängt in ihrem Haus an der Costa Brava in Cóncon. Wir – Roberto Junge vom Deutschen Turn- und Sportverein und Julia Koppetsch, Museologin an der Deutschen Schule Valparaíso – erwarten mit Neugierde die Erinnerungen, an denen sie uns teilhaben lassen wird. Seit vielen Jahrzehnten schon ist Melitha auf der Suche nach den Spuren ihres Vaters. Max Otto Krause Busch war Obermatrose auf dem Kreuzer «Dresden» und Teil der internierten Mannschaft auf der Insel Quiriquina. 4065_p8-9_6

Melithas Vater stammte ursprünglich aus einem kleinen Ort namens Reppen, 20 Kilometer östlich von Frankfurt (Oder) im heutigen Polen gelegen. Seine Tochter erinnert sich vor allem an seine herzliche und liebevolle Art. Als sie zwölf Jahre alt war, ist Max Krause im Alter von 61 Jahren verstorben. Seitdem war ihre Mutter allein für die sieben Kinder verantwortlich. Immer hat sie ihren Kindern von ihrem verstorbenen Mann und seinem Schicksal auf der Insel Quiriquina erzählt. Melitha Krause: «Leider habe ich allzu oft nicht genau zugehört.»

Im jungen Alter von 21 Jahren schloss er sich als Obermatrose der Deutschen Marine an. Von Kiel aus war er an Bord gegangen und die «Dresden» nahm Kurs auf Mexiko. Die darauf folgenden Seeschlachten, an denen ihr Vater beteiligt war, sind in die Geschichtsbücher eingegangen.

Nach fast fünf langen Jahren auf Quiriquina kehrte ihr Vater wieder nach Reppen, um Bauwesen zu erlernen. Es zog ihn allerdings wieder zurück ans andere Ende der Welt. Dort hat er seine zweite Frau Melitha kennengelernt, die er in Santiago geheiratet hat. Sein Wissen als Konstrukteur hat er in vielen verschiedenen Orten Chiles anwenden können, zum Beispiel beim Regiment von Valdivia oder bei der Umgestaltung der Universidad Católica in Santiago.

Melitha ist auf einer ständigen Suche, immer angetrieben von der Sehnsucht, den Spuren ihres geliebten Vaters zu folgen. Ihre aufopferungsvolle Forschungsarbeit führte sie durch ganz Chile. Auch in Deutschland hat sie Museen und Archive besucht, zum Beispiel in Dresden und in Flensburg. Viele Nachfahren der Dresden-Mannschaft besuchten sie außerdem in Chile.

In ihrem Haus befinden sich wertvolle Dokumente, Fotos und auch einige Objekte in Verbindung mit der Geschichte der «Dresden». Mit ihrem Mann, ihren Kindern und Enkelkindern ist sie sogar auf die Robinson-Crusoe-Insel gereist. «Mein Herz hat sich fast überschlagen vor Aufregung, als ich die Wege ging, die mein Vater auch gegangen war, als er drei seiner Kameraden zum kleinen Inselfriedhof brachte.»

Sie hat all ihre Erlebnisse und gesammelten Dokumente zu einem umfangreichen Buch zusammengestellt, dass die Lebensgeschichte ihres Vaters Max aufzeigt. «Ich wünschte, mein Vater wäre in diesem Moment bei mir. Ich spüre ihn immer an meiner Seite und ich denke, wie wunderbar es wäre mit ihm über all die Sachen sprechen zu können, die er erlebt hat, aber diesmal mit der nötigen Aufmerksamkeit.»

Auf der vergangenen Jahreshauptversammlung des Deutsch Chilenischen Bundes war auch Melitha Krause ein geladener Gast auf dem Schulschiff «Esmeralda». Sie übergab bei dieser Gelegenheit ein wertvolles Geschenk an Bettina von Dessauer. Dabei handelte es sich um das von ihr zusammengestellte Buch über ihren Vaters.

Ihr innigster Wunsch für 2015 ist es, eine große Gedenkfeier zum 100. Jahrestag des Untergangs des «S.M.S. Dresden» gemeinsam mit deutsch-chilenischen Institutionen und der Stadtverwaltung des Inselarchipels Juan Fernández auf die Beine zu stellen. «Es ist unsere Pflicht, die Seeleute nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Deshalb soll zum März 2015 auch der kleine Friedhof an der Cumberlandbucht der Insel restauriert werden.»

Bei dem Tsunami vor knapp vier Jahren wurde neben den Häusern der Insel auch der Friedhof zerstört. Sie hat bereits einen Kostenvoranschlag für die Arbeits- und Materialkosten eingeholt und steht in Verbindung mit der örtlichen Stadtverwaltung. Jedoch hat sie immer noch keine Gewissheit, ob sie die nötigen Gelder zusammen bekommen kann und die Arbeiten vor Ort ohne Schwierigkeiten verlaufen werden. «Außerdem gibt es ein Orchester aus Dresden, Patenstadt der „S.M.S. Dresden“, das nichts lieber sähe, als die Möglichkeit nach Chile zu kommen, um ein Gedenkkonzert auf der Insel zu geben. Ich hoffe sehnlichst, dass die chilenische Armada diese Initiative unterstützen wird.»

 

Von Julia Koppetsch

Cóndor

Die «Dresden» wurde bei Blohm+Voss in Hamburg gebaut und lief am 5. Oktober 1907 vom Stapel. Der sogenannte Kleine Kreuzer verfügte über vier Propeller mit Turbinenantrieb und war das erste Schiff dieser Werft mit einer solchen Antriebslage. Das Pionier-Typschiff der «Dresden-Klasse» mit einer Länge von 118,3 Metern und einer Breite von 13,5 Metern, ausgerüstet mit Kanonen, Maschinengewehren und Torpedorohren, wurde in den Dienst der Kaiserlichen Marine gestellt.

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Im Ersten Weltkrieg kreuzte die «Dresden» im Südatlantik und versenkte dort britische Handelsschiffe.

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November 18, 2016 · 7:35 pm

HERZ

HERZ-Album-flickr 

https://twinsie.files.wordpress.com/2013/03/tuxpi-com-1362346004.jpg?w=500

https://twinsie.files.wordpress.com/2013/03/tuxpi-com-1362941049.jpg?w=500

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Oktober 13, 2016 · 6:26 pm

Giant’s Causeway

https://de.wikipedia.org/wiki/Giant%E2%80%99s_Causeway


https://pseudoirish.wordpress.com/2009/08/23/northern-ireland-coast-tour/neue-276/

Feeding my perpetual wanderlust

Giant’s Causeway

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Was nun, Herr Bundeskanzler?

Ceiberweiber

Christian Kern ist auf Urlaub, als wenn nichts passiert wäre, und reagiert kaum auf die Amokfahrt von Nizza und den gescheiterten Putsch in der Türkei. Falls er sich fragt, was dies mit uns zu tun hat, braucht er nur einen Blick in die von ihm so gerne benutzten sozialen Medien zu werfen. Dann sieht er, wie dort die Emotionen übergehen und immer mehr Menschen zu Recht sehr verunsichert sind.

Die ÖVP Burgenland trägt der SPÖ seit einem Jahr nach, dass diese nicht mit ihr, sondern mit der FPÖ koaliert. Doch diese Aussendung fasst in Worte, was sich aufmerksame politische BeobachterInnen ebenfalls denken: „Die Geheimniskrämerei von SP-Chef Christian Kern um seinen Ibiza-Urlaub ist völlig unverständlich. Noch dazu wäre es gescheit gewesen, gerade die letzten zwei Tage in Österreich im Amt zu sein, angesichts des Hochwassers, des Terrors in Nizza und des Putschversuchs in der Türkei mit tausenden österreichischen Urlaubern“, sagt ÖVP-Landeschef…

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Lahuta e Malcis

Lahuta e Malcís konsiderohet si kryevepra e Át Gjergj Fishtës të cilën autori filloi të e shkruante nga vitit 1905 duke e përfunduar në vitin 1937.Epopeja Lahuta e Malcís përshkruan luftërat e dy b…

Quelle: Lahuta e Malcis

https://albanianpyramids.wordpress.com/2012/02/05/the-higland-lute/

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Die Neue von Michi Häupl!

Wie der Kurier berichtet hat der Wiener Bürgermeister Michael Häupl eine neue Freundin gefunden: http://kurier.at/freizeit/leute/1976145.php

In einer durchaus umstrittenen Aktion hat sich der Bürgermeister per Volksbefragung eine neue Partnerin ausgesucht.  In einer Stichwahl konnte sich schlussendlich eine Flasche Wein knapp gegen einen mit Schweinefett gefüllten Eimer durchsetzten. „I bin wirklich ned unzufrieden mit der Ausgang vo da Befrogung“, so Häupl in einer ersten Stellungnahme. Ob der übergewichtige Bürgermeister von Wien seine neue Partnerin auf den Opernball mitnehmen wird, steht allerding noch in den Sternen. Wie Insider berichten könnten sich Gäste wie Lindsay Lohan durch eine Flasche Wein intellektuell überfordert fühlen!

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